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BEC Summer School 2021 und was das Badmintonleben sonst so bietet…

Anfang Juli war es schon soweit: 1 Woche Slowenien – 1 Woche „nur“ Badminton – großartig, anstrengend, sonnig, herausfordernd und (wieder mal) sehr lehrreich.

Nach 3 Jahren wieder einmal BEC Summer School diesmal aber mit mehr Teilnehmer*innen aus Deutschland. Yuri Cho und Eva Stommel (beide SV Berliner Brauereien) waren zwei der 48 europäischen Spieler*innen. Von Aserbaidschan bis Frankreich waren zahlreiche Nationen vertreten. Auch ich war dabei, aber diesmal in einer anderen Rolle. Nachdem bei meinem ersten Besuch die Fortbildung zum Coach Level 1 machte, betrachtete ich dieses Mal die BEC Summer School aus der Perspektive eines Staff Coaches. Aus meinen Erinnerungen war klar, es werden lange anstrengende Tage, die Coaches sah man damals nur in der Halle oder spät abends bei Besprechungen sitzen. Und so kam es auch. Obwohl täglich nur 2 Badminton Einheiten geplant wurden, war Tag randvoll gefüllt. Aufstehen, Frühstück, Badminton, Theorieeinheit, kurz Essen, Badminton, kurz Essen und dann Entspannungs- oder Teamaktivitäten und dann wieder von vorn. So oder so ähnlich brachten uns die Tage schnell Durchhaltevermögen bei. Das Training war hart, das Niveau war gut und meistens flog der Ball in 2 zu 1 Übungen. Da war ich für die Spieler doch schnell froh, dass es „nur“ 2 Einheiten waren. Denn auch die selbstständige Organisation der Tage verlangte den Spielern einiges ab. Ein ausgedruckter Wochenplan oder gar online-Infos – denkste. Jeder musste bei den Ansagen nach dem Training schön aufmerksam zuhören. Wir wissen wie gut das klappt, wenn nach 2,5h harten Training ungefähr noch 30ml Blut im Gehirn sind. Also doch häufiger bei den anderen Spieler*innen nachfragen: „Wo müssen wir wann sein?“. Damit war allerdings meist schon eine Brücke zu den neuen Gesichtern geschlagen und viele neue Bekanntschaften wurden gemacht und eine Woche lang intensiv gepflegt, nebenbei sogar Sprachbarrieren überbrückt. Sicher hat jeder Teilnehmer mitgenommen, dass ein bisschen Englisch doch sehr hilfreich sein kann.
Insofern ergibt im Nachhinein auch der fehlende ausgedruckte Plan, den wir in Deutschland kennen und lieben, Sinn. Mit ihm hätte das ein oder andere Gespräch nie stattgefunden. Seltener hätte jemand seinen Mut zusammen genommen und in einer fremden Sprache eine Spielerin oder Trainerin nach einer Info gefragt.
Auch für die Trainer*innen, sowohl die Staff Coaches als auch die Teilnehmer der parallel laufenden Fortbildung, waren es sicher diese neuen Bekanntschaften und der intensive Austausch von Erfahrungen, die diese Woche so erinnerungswürdig machen. Wie oft sitzt man abends schon mal mit mehreren ehemaligen internationalen Top-Spieler*innen zusammen und diskutiert über Gott und die Badmintonwelt.

Möglichkeiten für diese Begegnungen werden sicher hier und da immer wieder ergeben, sowohl für Trainer*innen als auch Spieler*innen, und sind ein großartiger Teil des Badmintonlebens für den sich die harte Arbeit lohnt.
„Von internationalen Coaches und Teilnehmer*innen zu lernen und neue Kontakte aufzubauen war eine intensive und schöne Erfahrung“, fasst Eva wirklich treffend zusammen.

Ein Nachbericht von Carla Strauß