Hygienekonzept für den Spielbetrieb

Grundkonzept des Badminton-Verbandes Berlin-Brandenburg e.V. (BVBB) für die Durchführung von Wettkämpfen

Der Spielausschuss und der Jugendausschuss des Badminton-Verbandes Berlin-Brandenburg e.V. haben zur Durchführung der Mannschaftsmeisterschaften der Schüler, Jugend und Erwachsenen sowie für die Austragung von Einzel-Turnieren (RLT, LEM) das folgende Grundkonzept in Bezug auf die Regelungen in den Ländern Berlin und Brandenburg hinsichtlich der Eindämmung von Covid-19 erstellt.
Das Grundkonzept ist seitens der Vereine ggf. gem. den vorhandenen Gegebenheiten zu verfeinern und zu konkretisieren ist.

Grundlage für die hier aufgeführten Regelungen sind die Verordnung über den Umgang mit dem SARS-CoV-2-Virus und COVID-19 in Brandenburg vom 3. September 2020 und die SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung in Berlin vom 29. September 2020.

Oberste Priorität hat die Gesundheit aller Sportlerinnen und Sportler und aller haupt- und ehrenamtlich in das Wettkampf-Geschehen eingebundener Personen.

Unter Einhaltung der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zum Verhalten und zu Hygienestandards bzw. Infektionsschutz sowie der Empfehlungen der Landessportbünde Berlin und Brandenburg, der Leitplanken des DOSB und der sportartspezifischen Empfehlungen des Deutschen Badminton-Verbandes kann das Wettkampf-Geschehen in den Berlin-Brandenburger Badminton-Vereinen wieder aufgenommen werden.

ALLGEMEINES FÜR SÄMTLICHE WETTKÄMPFE DES BVBB

  1. Die Teilnahme an sämtlichen Wettkämpfen des BVBB ist freiwillig und liegt in der Eigenverantwortung der Teilnehmer*innen bzw. der Erziehungsberechtigten.
  2. An den Wettkämpfen des BVBB dürfen nur symptomfreie Personen in Bezug auf Covid-19 teilnehmen. Insbesondere ist Personen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, eine Teilnahme oder ein Besuch untersagt.
  3. Allen teilnehmenden Personen wird empfohlen die nachfolgenden Regelungen zur Verminderung des Infektionsrisikos einzuhalten.
  4. Der BVBB behält sich ausdrücklich das Recht vor, Abläufe von Wettkämpfen auch kurzfristig oder während der Veranstaltung zu ändern bzw. abzusagen, falls die geltenden Regelungen zum Infektionsschutz dies erforderlich machen.

I. Berlin-Brandenburger Mannschaftsmeisterschaften im Jugend- / Schüler- und Seniorenbereich

(im Folgenden zusammengefasst als BBMM)

Verantwortlichkeit

  1. Bei der Regelung zu Abstand und Hygiene sind stets die Verordnungen und ggf. Auflagen der zuständigen staatlichen Stelle auf der Ebene des jeweiligen Bundeslandes bzw. der jeweiligen Kommune und Bezirke maßgeblich. Diese sind vollumfänglich zu beachten und umzusetzen. Sie gehen den Maßnahmen aus diesem Konzept vor.
  2. Alle an der BBMM teilnehmenden Sportler*innen sind selbst dafür verantwortlich, sich über die Infektionsschutzverordnungen und mögliche Änderungen zu informieren.
  3. Gehen Maßnahmen für die jeweilige Spielstätte über die hier aufgeführten Regelungen hinaus, so hat der gastgebende Verein die jeweilige Gastmannschaft im Vorfeld des Punktspiels darüber zu informieren.
  4. Die Verantwortung für die Umsetzung und Einhaltung der Vorgaben liegt beim Heimverein.
  5. Der Heimverein übt das Hausrecht aus und ist berechtigt, Personen bei Verstößen gegen die gefassten Regelungen der Halle zu verweisen

Abstand

  1. Für alle Personen (auch Spieler*innen!), die in der jeweiligen Situation nicht selbst spielen, sich aber in der Halle aufhalten, gilt ein Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern.
  2. Außerhalb des eigenen Sporttreibens ist eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Über die genauen Bestimmungen informiert der Heimverein.
  3. Das Einspielen vor Spielbeginn ist für bis zu vier Sportler*innen pro Feld gestattet.
  4. Eine Unterschreitung des Mindestabstandes ist nur auf Grundlage der zulässigen Regelungen der jeweilig geltenden Corona-Schutzverordnungen möglich.
  5. Während des gesamten Spiels findet kein Körperkontakt statt. Nach Spielende dürfen die Spieler*innen sich nicht die Hände schütteln oder „abklatschen“. Alternativ dazu wird ein respektvoller Gruß oder das „Abklatschen mit dem Fuß unter dem Netz hindurch“ empfohlen.
  6. Die Vereine werden gebeten, das Funktionsteam rund um die Mannschaften so klein wie möglich zu halten und auf „Schlachtenbummler“ weitestgehend zu verzichten.
  7. Die An-/Abreise zur/von der Sportstätte erfolgt unter Beachtung der gesetzlichen Abstands- und Hygieneregeln. Um das Ansteckungsrisiko bei der gemeinsamen An- und Abreise zu minimieren, sollten die Teilnehmer*innen, analog zu den Regeln im Öffentlichen Nah- und Fernverkehr, eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Bei Fahrgemeinschaften wird empfohlen, auf der Hin- und Rückfahrt in denselben festen Gruppen unterwegs zu sein.

Hygienemaßnahmen

  1. Personen, die Krankheitssymptome wie Fieber oder Husten aufweisen haben keine Zugangsberechtigung zur Sportstätte.
  2. Sofern kein ständiger Durchzug gewährleistet werden kann oder die Halle über keine Luftaustauschanlage verfügt, ist einmal pro Stunde stoßzulüften (z. B. durch Öffnen von Fenstern oder von Ein-/Ausgängen). Ist dies aus baulichen Gründen nicht möglich, gelten die Vorgaben der jeweils für die Halle zuständigen staatlichen Stelle. Ggf. sind Fenster dauerhaft geöffnet zu halten. Eine eventuelle Beeinträchtigung des Federballflugs durch Luftströme muss toleriert werden.
  3. Sollten in Hallen Umkleide- und/oder Duschräume nicht genutzt werden können, so ist die Gastmannschaft im Vorfeld hierüber zu informieren.
  4. Es wird den Spieler*innen empfohlen bereits in Sportkleidung zu den Spielen zu erscheinen und, sofern möglich, nach Beendigung des Spiels zu Hause zu duschen.
  1. Alle in der Halle Anwesenden haben sich in eine Anwesenheitsliste einzutragen, welche von der Heimmannschaft geführt wird.
  2. Gastmannschaften tragen sich in eine von der Heimmannschaft gesonderte Liste ein und müssen folgende Angaben machen: Name, Telefonnummer und/oder E-Mail-Adresse.
  3. Die Anwesenheitsdokumentation ist für die Dauer von vier Wochen nach Ende der Veranstaltung geschützt vor Einsichtnahme durch Dritte aufzubewahren oder zu speichern und der zuständigen Behörde auf Verlangen auszuhändigen, wenn festgestellt wird, dass eine Person zum Zeitpunkt der Veranstaltung krank, krankheitsverdächtig, ansteckungsverdächtig oder Ausscheider*in im Sinne des Infektionsschutzgesetzes war.
  4. Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist ist die Anwesenheitsdokumentation im Sinne der DSGVO zu löschen oder zu vernichten. Neben der analogen Anwesenheitsdokumentation ist auch eine digitale Dokumentation möglich.

Spielverlegungen / Spielabsetzungen

  1. Fallen einzelne Spieler*innen wegen angeordneten Quarantäne-Maßnahmen aus, so sind diese wie bei Verletzungen oder Krankheit mit Ersatzspieler*innen zu ersetzen.
  2. Sind ganze Mannschaften oder große Teile der Mannschaften von Quarantäne-Maßnahmen betroffen, wird der Spiel- bzw. Jugendausschuss im Rahmen des billigen Ermessens über Spielverlegungen entscheiden.
  3. Die Absetzung von Mannschaftskämpfen durch den Spiel- bzw. Jugendausschuss darf auch dann erfolgen, wenn die Hallenkapazität durch behördliche Anordnungen eingeschränkt wird oder die Austragungsstätte unter Hinweis auf das Infektionsgeschehen erst gar nicht zur Verfügung steht. Der Antrag auf Absetzung ist vom Verein unter Vorlage einer amtlichen Mitteilung/Bescheinigung zu stellen. Vorab ist zu prüfen, ob der Mannschaftskampf in einer anderen Austragungsstätte ausgetragen werden kann. Auch die Möglichkeit eines Heimrechttausches ist hierbei zwingend zu prüfen.
  4. Der Spiel- bzw. Jugendausschuss behält sich das Recht vor, Mannschaftskämpfe kurzfristig zu verlegen oder abzusagen, wenn das Infektionsgeschehen in der Region des Austragungsortes die kritische Marke (aktuell 50 Fälle pro 100.000 Einwohner) übersteigt.

Einzelwettkämpfe (RLT / LEM) im Jugend- / Schüler- und Seniorenbereich

Die unter I. gefassten Regelungen zu Verantwortlichkeit, Abstand, Hygienemaßnahmen und Dokumentationspflicht gelten sinngemäß auch für sämtliche Personen, die an den RLT / LEM des BVBB als Aktive, Offizielle, Ausrichtende oder Zuschauende teilnehmen und werden im Folgenden ergänzt:

Verantwortlichkeit

  1. Der vom BVBB mit der Ausrichtung von RLT / LEM beauftragte Verein erstellt in Absprache mit dem Spiel- bzw. Jugendausschuss ein auf den jeweiligen Austragungsort bezogenes Sicherheits- und Hygienekonzept, das sich am Grundkonzept des BVBB orientiert.
  2. Das veranstaltungsbezogene Sicherheits- und Hygienekonzept ist allen meldenden Vereinen mit der Veröffentlichung des Zeitplans durch die entsprechenden Verantwortlichen des BVBB zu übersenden.
  3. Die meldenden Vereine haben ihre Spielerinnen und Spieler über die jeweils geltenden Regelungen zu unterrichten.
  4. Der ausrichtende Verein übt das Hausrecht aus und ist berechtigt, Personen bei Verstößen gegen die gefassten Regelungen der Halle zu verweisen.

 

Abstand

  1. Turniere finden nur in Sporthallen statt, die ausreichenden Abstand und Platz für alle Teilnehmer*innen und Zuschauer/ Funktionspersonal bieten. Ggf. ist auch der Verzicht auf einzelne Spielfelder möglich um den Abstand zu gewährleisten.
  2. Aufenthaltsbereiche für Aktive und Publikum (Tribüne, abgesperrter Bereich etc.) müssen ausgewiesen werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Abstand von 1,5m zwischen den Plätzen für alle Personen, die nicht den Ausnahmen in den entsprechenden Verordnungen Berlins und Brandenburgs angehören, eingehalten wird.
  3. Über die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung für Personen in der Sporthalle, sowohl für die Mitwirkenden des ausrichtenden Vereins in der Turnierleitung und weiteres Hilfspersonal als auch für alle weiteren Offiziellen wie Referees und Schiedsrichter*innen informiert das für die Veranstaltung gültige Hygienekonzept.
  4. Siegerehrungen müssen mit Abstand durchgeführt werden. So werden z.B. Medaillen nur übergeben und nicht umgehängt.
  5. Regelungen zur Nutzung von Umkleide- und Duschräumen werden mit dem veranstaltungsbezogenen Hygienekonzept bekanntgegeben. Es wird allen Teilnehmer*innen empfohlen, bereits in Sportkleidung zu erscheinen und auf das Duschen in der Sporthalle zu verzichten.

 

Dokumentation der Anwesenheit

  1. Mit der Meldung zum jeweiligen Wettkampf werden von allen Aktiven und vom meldenden Verein beauftragten Trainer*innen und Aufsichtspersonen folgende Daten erhoben und für den Fall einer Infektion mit dem SARS CoV 2-Virus zur Nachverfolgung der Kontakte verwendet: Name, Telefonnr., Anschrift oder Email.
  2. Die Daten sind auf einem hierfür bereitgestellten Fragebogen des BVBB am Tag der Veranstaltung der Turnierleitung zu übergeben, werden für eine Dauer von vier Wochen nach der Veranstaltung aufbewahrt und anschließend vernichtet.
  3. Für Zuschauer*innen werden Anwesenheitslisten ausgelegt, auf denen ebenfalls die besagten Daten erfasst werden. Die Daten werden für eine Dauer von vier Wochen nach der Veranstaltung aufbewahrt und anschließend vernichtet.
  4. Der Zugang zur Sporthalle wird dauerhaft kontrolliert, es werden nur Personen eingelassen, die ihre Kontaktdaten hinterlegt haben.
  5. Zur Kennzeichnung wird die Ausgabe von Einlassbändern o. ä. empfohlen.

 

Begrenzung der Gesamtzahl von Personen in der Sporthalle

  1. Außer den Aktiven und für die Turnierausrichtung notwendiges Personal sollten sich möglichst wenige Personen in der Sporthalle aufhalten.
  2. Folgender Richtwert sollte Anwendung finden: Je drei Aktive ist eine vom Verein beauftragte Person zur Betreuung der Spieler*innen zugelassen.
  3. Bei Jugendturnieren sollten Eltern und weitere Begleitpersonen ihre Kinder den Aufsichtspersonen des Vereins übergeben, selbst jedoch nicht an der Wettkampfstätte verweilen.
  4. Die von den örtlichen Behörden vorgegebene Maximalzahl an Personen in gedeckten Sportanlagen ist in der Gesamtsumme von Aktiven und Funktionspersonal zwingend einzuhalten.

Stand 05.10.2020

Spielausschuss und Jugendausschuss des BVBB