Einladung zur Weiterbildung der Beauftragten für Frauen im Sport des Landessportbundes Brandenburg
3. September 2019
Einladung zum YONEX-Senior-Cup 2019 am 19./20. Oktober
9. September 2019

Im Hamburger Wechselbad – die Leistungen waren wie das Wetter

In Zeiten des Klimawandels ist auch auf das berühmt- berüchtigte Hamburger Schmuddelwetter kein Verlass mehr: Die Hansestadt empfing die BVBB-Delegation am ersten Septemberwochenende zum 3. Norddeutschen Ranglistenturnier U17/U19 mit subtropischen Temperaturen inner- und außerhalb der Halle.

Los ging es mit dem Mixed U17, wo Jeremy Dessau und Karina Fiebig sowie Marleen Schwabe mit ihrem Schweriner Partner Luca Wiechmann (Schwerin) gegen höher eingeschätzte Konkurrenz bis ins Halbfinale vordringen konnten. Während Marleen und Luca gegen die späteren Turniersieger weitestgehend chancenlos waren, lieferten sich Karina und Jeremy ein Duell auf Messers Schneide gegen das Hamburger Duo Hommelgard/W. Krawiec (Setzplatz 3).  Dank der funktionierenden Arbeitsteilung zwischen beiden – Jeremy machte Druck und Karina vollendete – konnten beide im dritten Satz knapp mit 21:19 die Oberhand behalten und das Finale erreichen. Hier waren Neumann/Sonnenschein (Hamburg/NRW) sowohl was Spieltempo als auch Schlagsicherheit betrifft eine Nummer zu groß. Platz 2 und 4 waren aber aus BVBB-Sicht ein toller Auftakt.

Für Neele Zimmermann verlief das U17- Einzel etwas unglücklich. Nach gewonnener Vorrunde ging es im Achtelfinale gegen die Nr. 3 der Setzliste, Sophia Schubert aus Thüringen. Obwohl Neele nicht gerade einen Sahnetag erwischt hatte, erkämpfte sie bei 20:19 im dritten Satz einen Matchball, den sie nicht nutzen konnte. Mit einem Netzroller konnte ihre Gegnerin dann wenig später das Spiel für sich entscheiden.

Marleen (Setzplatz 4) erreichte überraschend deutlich gegen Pia Reinkens (NRW) das Halbfinale, in dem sie sich der späteren Turniersiegerin aus Svea Marie Stempniak aus NRW in zwei Sätzen geschlagen geben musste. Auch das Spiel um Platz 3 gegen Sophia Schubert ging verloren, trotzdem eine gute Leistung – in Punkto Laufrhythmus und Leichtfüßigkeit braucht Marleen keinen Vergleich zu scheuen.

Moritz Fiebach (EBT) überzeugte im Herreneinzel U19. Mit guter Schlagsicherheit, Spielübersicht und schnellen Beinen erreichte er Platz 6. Die drei Erstplatzierten und insbesondere der Turniersieger Aaron Sonnenschein (NRW) waren jedoch außerhalb der Reichweite.

Georg Lackmann (SVBB) hatte sichtlich Trainingsrückstand, spielte einen starken Satz in der eher schwächeren Disziplin Einzel und schied nach zwei Niederlagen aus. Die Leistung im Doppel mit Moritz dann viel zu fehlerhaft, um auf diesem Niveau eine Siegchance zu haben.

Jeremy Dessau startete als Nr. 3 der Setzliste mit einigen Erwartungen in das Einzelturnier U17. Bereits im Achtelfinale tat er sich gegen Rick Yide Liu (Sachsen-Anhalt) schwer, konnte das Spiel aber im zweiten Satz etwas glücklich nach Hause schaukeln. Danach ging dann gar nichts mehr: Durch Rückenprobleme in der Beweglichkeit sichtlich eingeschränkt, verlor er die folgenden Spiele und musste sich mit Platz 8 zufrieden geben.

Der deutlich kühlere Turniersonntag mit den Doppelwettbewerben kann wie folgt zusammengefasst werden: Neele und Karina spielten zwei starke Sätze, leider in unterschiedlichen Spielen. Die restlichen Sätze waren solide, aber immer wieder mit unnötigen Fehlern gespickt. Unser zweites Doppel Marleen/Helen Roser konnte sich nach klar verlorenem Viertelfinale gegen die topgesetzten Lara Dietz/Alina Jochim in der Runde 5-8 steigern, verlor aber knapp in drei Sätzen. Das Spiel um Platz 7 bestritten dann beide Doppel gegeneinander, mit dem besseren Ende für Karina und Neele.

Die insgesamt erfolgreichste Teilnehmerin des BVBB soll nicht unerwähnt bleiben: Hannah Berge (BV Tröbitz) erreichte im Mädcheneinzel U17 Platz 2, im Doppel U17 Platz 3 und im Mixed U19 Platz 4.

Der obligatorische Hinweis auf Pannen bei der deutschen Bahn (Grüße an Kay Witt) entfällt an dieser Stelle – wir waren mit dem Auto unterwegs und für Staus auf der A24 kann die Bahn nun wirklich nichts…

 

Ingo Zimmermann, Fotos von Jessica Dessau