Schau, schau: Der Jerry… aber auch unsere übrigen Spieler/innen rockten die Halle
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Im Mekka des Badmintons

Eine Gruppe von U17 Spielern machte sich im Juli dieses Jahres auf in die weite Welt, um gegen die Supermächte des Badmintonsports anzutreten. 

Kurz Vorneweg: Im Frühjahr 2019 wurde der Berlin-Brandenburger Badminton-Verband kurzfristig vom Berliner Senat zu einem Einladungsturnier in die Hauptstadt Indonesiens eingeladen, um an einem Städtepartnerschaftsturnier teilzunehmen.  

Obwohl die Saisonplanung zu der Zeit schon lange feststand und es sich schwierig gestaltete, die Planung noch umzuwerfen, fand man eine Lösung, um die einmalige Chance für die Kids zu wahren, an solch einem Turnier teilzunehmen. Nun denn, mit den vier Mädels: Karina Fiebig (ProSport/Zehlendorf), Lucie Wagner (EBT Berlin), Emily Marks (SC Siemensstadt), Sarah Molodet (TV Refrath) und den vier Jungs : Jeremy Dessau (Tempelhof-Mariendorf), Paul Müller (Tempelhof-Mariendorf), Moritz Fiebach (EBT Berlin), Georg Lackmann (SV Berliner Brauereien) machte sich die Delegation um die Trainer Timo Ayush und Maria Müller auf in den fernen Osten, Richtung Indonesien.  

Nach einer 16-stündigen Anreise ging es direkt ins Hotel, um sich von der anstrengenden und aufregenden Etappe zu erholen – übrigens: sechs der acht Teilnehmer hatten noch nie den Kontinent verlassen – wer das war wird hier nicht verraten. 

Am ersten Tag ging es direkt los mit den ersten Erfahrungen der unterschiedlichen Kultur – sehr zum Leidwesen aller Beteiligten, vor allem Jerry, der nicht so gerne jeden Morgen dasselbe isst, vor allem nicht warm! Das ist jedoch gang und gäbe in der asiatischen Kultur zu jeder Zeit warmes zu Speisen. Nun weiter im Kontext, da sonst jeder Leser denken könnte, dass dieser Bericht sich nur um Kian-Yu Oei dreht, obwohl dieser ja nicht anwesend war.  

Nach einer kurzen Trainingseinheit am selbigen Tag ging es auch schon mit dem Turnier los. Das Turnier war, wie erwartet, professionell ausgerichtet und es wurde in zwei 4er-Gruppen gespielt, wobei die Berliner Auswahl auf rein indonesische Teams traf (Tokio und Peking hatten kurzfristig abgesagt). Direkt vom ersten Spiel an war deutlich, welch Bedeutung diese Sportart in diesen Bereichen der Welt hat. Mit dem Badminton, was wir in diesem Alter kennen, hatte das wenig zu tun. Die Indonesier sind uns in so ziemlichen allen Bereichen, sei es Athletik oder Technik, um einiges voraus. Trotz dessen schlugen sich unsere Athleten wacker und gaben alles. Es konnte durch Emily Marks sogar ein Satz abgenommen werden. Alles in allem blieb man als Team letztendlich chancenlos im ganzen Turnier, sodass man sich auch direkt nach der Gruppenphase aus dem Turniergeschehen verabschieden musste.  

Außerhalb des Turniergeschehens gab es auch reichlich anderes zu erleben. Neben den Besuchen von einigen Sehenswürdigkeiten wie dem “Monas” (Wahrzeichen Jakartas) und dem Park “Taman Mini” (Indonesien als Miniaturwelt dargestellt), wurden auch viele Freundschaften unter den Jugendlichen geschlossen. Bemerkenswert war hierbei der Andrang an Selfies, die mit den Athleten geschossen wurden. Gefühlt jeder hatte das Begehren ein Foto mit unseren Athleten zu schießen, was die Jugendlichen so sicher noch nie erlebt haben. Sich selbst für nix zu schade, erfüllten sie die Wünsche und ergatterten sich ebenfalls neben dem ein oder anderen Foto auch noch Shirts von den teilnehmenden Nationen.  

Nach 7 Tagen sportlicher und kultureller Erfahrung (bei manchen auch sicherlich Schock) ging es für die Truppe wieder in Richtung Deutschland. 

Bleibt abschließend zu sagen, dass es ein sehr schönes Erlebnis für alle Teilnehmer war. Jeder war begeistert wie freundlich und zuvorkommend die Menschen waren und wie höflich der Umgang miteinander. Auch trotz sprachlicher Barrieren konnte man sich verständigen und sich kulturell austauschen. 

Ich denke auch, dass ein paar Freundschaften geschlossen wurden, die auch weit nach der Zeit noch erhalten bleiben. 

Zu guter Letzt möchte ich mich bei der Stadt Jakarta und beim Berliner Senat im Namen der kompletten Delegation und im Namen des Berlin-Brandenburger Badminton Verbandes dafür bedanken, dass uns diese Gelegenheit gegeben wurde, eine solche Erfahrung zu sammeln. Ich bin mir sicher, dass dies prägend im Gedächtnis vieler bleiben wird. 

Timo Ayush