Foto der Siegerehrung der Schülermannschaften mit dem Siemensstadt
SC Siemensstadt holt den Pokal nach Hause
17. Januar 2018
Gruppenbild der Teilnehmer beim Trainingscamp des SCS
Badminton – Sommertrainingscamp von 5 – 18 Jahren
24. Januar 2018

Auf gehts nach Preetz – ein Blück zurück

Gruppenbild bei der Norddeutschen Jugendeinzelmeisterschaft 2018

Gruppenbild bei der Norddeutschen Jugendeinzelmeisterschaft 2018

Bericht des Berliner Landestrainers Kay Witt von der Norddeutschen Jugendeinzelmeisterschaft 2018

In diesem Jahr war die Devise klar: Wir wollen als erfolgreichster Landesverband von der Norddeutschen Meisterschaft (Preetz vom 19.-21.1.2018) nach Hause fahren. Um es vorweg zu nehmen: Es hat leider nicht ganz gereicht. Der Landesverband Hamburg gewann den Pokal doch recht überlegen mit 90 Punkten (pro Sieg gab es 6 Punkte, für den 2. Platz 4 Punkte und auch die Drittplatzierten erhielten noch 2 Punkte), während Niedersachsen und wir mit 80 bzw. 78 Punkten dicht bei einander lagen. Hamburg erzielte 2/3 seiner Punkte in der Altersklasse U 13, in der sie alle Titel einheimsen konnten sowie mehrere Vizemeisterschaften und dritte Plätze – hatte ich irgendwie nicht auf dem Schirm bei der Idee, Erster werden zu wollen…

Die BVBB- Akteure dagegen konnten besonders bei den „Großen“ glänzen. Die Altersklasse U 19 wurde von ihnen dominiert. Wie im Vorfeld auch nicht anders erwartet, tat sich hier der frischgebackene Norddeutsche Meister der Erwachsenen, Brian Holtschke (SG Empor Brandenburger Tor) besonders hervor, der im Herreneinzel und im Herrendoppel mit seinem Spezi Malte Wagner (BC Luckau) nichts anbrennen ließ und beide Titel ungefährdet einfahren konnte. Am lustigsten war seine Performance im Halbfinale des Herreneinzels. Gegen seinen zwei Jahre jüngeren Gegner aus Niedersachsen, Marvin Schmidt, sah es vor dem zweiten Satz wie in den Spielen zuvor nach einem lässigen Durchmarsch aus. Danach jedoch gelang ihm das Kunststück, 11 Punkte lang keinen Ball bzw. das Feld nicht zu treffen.

Nach einem Zwischenstand von 0:11 und 3:14 kam er überraschender Weise wieder in die Wirklichkeit zurück und drehte Satz und Spiel zu seinen Gunsten. Das gefiel übrigens Kian-Yu Oei so gut, dass er sich für sein Mixedfinale die gleiche Taktik zurechtgelegt hatte- doch dazu nachher mehr. Im Finale traf Brian dann auf einen glänzend aufgelegten Camilo Borst (SG EBT), der ihm auch erst einmal den 1. Satz klaute. Kämpferisch top hatte Camilo aber mit zunehmender Spieldauer immer weniger Möglichkeiten zu Punkten zu kommen, sodass am Ende Brian als Sieger vom Platz ging. Tolles Spiel von Camilo! Über den Rest der BVBB-Spieler im Einzel dieser Altersklasse lege ich lieber den Mantel des Schweigens. Auch im Herrendoppel gab es ein reines BVBB-Finale. Gegner waren hier die DBV-Ranglistenfünften Lars Munaf (Berliner SC)/ Kai Sumida (SG Empor Brandenburger Tor). Alle hatten ein hochklassiges Finale erwartet, wurden aber leider etwas enttäuscht, da sich die Akteure nur selten zu spektakulären Ballwechseln aufraffen konnten. Das Spiel wurde durch eine hohe Fehlerquote und in den Aufschlagsituationen entschieden. Erwähnenswert in dieser Disziplin noch Alexander Marinkovic (SV ProSport 24), der mit seinem Partner Paul-Werner Dingethal (LV Sachs-Anhalt) ein hochklassiges Match gegen die Mitfavoriten Huth/ Schmidt zeigte. Leider musste man nach drei knappen Sätzen den Niedersachsen zum Sieg gratulieren.

Kai Sumida und Henriette Leber (SG Empor Brandenburger Tor) können sich jetzt Norddeutscher Meister nennen. Im Mixed gewannen sie den Titel mit 21:19 im dritten Satz, des Endspiels, nachdem sie bei der letzten Norddeutschen Rangliste noch klar gegen ihre Finalgegner Kjell Mielke/ Marina Korsch (LV Hamburg) verloren hatten. Malte Wagner und Charlotta Reckleben kassierten im Halbfinale eine Dreisatzniederlage gegen die Hamburger. Henriette machte ihren Medaillensatz komplett, in dem sie im Damendoppel ins Endspiel kam und im Halbfinale gegen die spätere Siegerin Marie Lücke (Sachs-Anhalt) die Segel streichen musste.

In der Altersklasse U 17 war „ein wenig der Wurm drin“. Überzeugend hier nur die Leistungen von Anton Riha (SV Berliner Brauereien) insbesondere am Samstag im Einzel und Doppel sowie die Performance von Kian-Yu Oei/ Yannick Stommel (SV Berliner Brauereien) im Jungendoppel. Anton konnte sich im Jungeneinzel ungesetzt bis ins Halbfinale spielen und auch mit seinem Partner Fabian Bebernitz das Finale im Doppel erreichen. Im Jungeneinzel schwächelten alle anderen BVBB-Teilnehmer. Vornehmlich die höher eingeschätzten Yannick Stommel und Anton Groß (TSV Zehlendorf 88) schafften es zum wiederholten Male nicht, ihr Leistungsvermögen abzurufen und scheiterten schon früh am gleichen Gegner, der sich dadurch als Ungesetzter das Finale erreichte. Das Jungendoppel war dann aber unsere Domäne. Ins Halbfinale gelangten Anton Groß/ Paul Müller (TSV Tempelhof-Mariendorf). Hier verloren sie nach teilweise gutem Spiel gegen Anton Riha und seinen Partner, so dass es im Finale zur Paarung Anton/ Fabian (Nr.1 der DBV-Rangliste) und Yannick/ Kian-Yu (Nr. 3 der DBV-Rangliste) kam. In den letzten Begegnungen noch unterlegen, drehten Yannick und Kian-Yu diesmal den Spieß um und besiegten Fabian und Anton in zwei knappen Sätzen, wobei insbesondere Kian-Yu eine wirklich überzeugende Leistung bot.

Die „A…karte“ des Wochenendes zog Lucie Wagner (SG Empor Brandenburger Tor). Dreimal berührt – nix passiert! Zuerst geht ihr die Doppelpartnerin aus Krankheitsgründen flöten, sicher geglaubter Titel futsch. Dann geht ihr der Mixedpartner flöten (der ist zwar anwesend, aber letztendlich doch nicht..) und zu guter Letzt das Selbstvertrauen und die Spielfreude im Einzel.
Am Ende zu Buche stand: Kein Doppelpartner, Mixed 3. Platz und im Einzel eine Erstrundenniederlage. Das hatten sich alle anders vorgestellt…

Tomke Hartmann (BC Potsdam) konnte ebenfalls nicht wirklich zufrieden mit ihrer Leistung an diesem Wochenende sein. Mixed lief schon nicht so richtig gut und ihre Vorstellung im Mädchendoppel war auch eher suboptimal.

In der Altersklasse U 15 dann wieder eine BVBB-dominierte Altersklasse. Im Mädchenhalbfinale trafen die vier BVBB-Teilnehmerinnen aufeinander. Bis hierhin überzeugten Hannah Berge und Emely Weissenborn (beide BV Tröbitz) durch starke Auftritte gegen gesetzte Spieler/innen, während es bei unseren „etablierten“, favorisierten Emily Marks (SC Siemensstadt) und Michelle Kanschik (BC Potsdam) in Runde 1 und 2 nicht wirklich rund lief. Entsprechend auch dann die Anspannung vor den Halbfinalspielen bei Emily und Michelle. Beim Spiel „E“ gegen „I“ setzte sich die Siemensstädterin durch und auch die Begegnung von Hannah und Michi wurde von der Favoritin dominiert. An diesem Wochenende streckenweise wieder zu zweit auf dem Feld unterwegs (Dr. Jekyll und Mr. Hyde), schaffte es Michi, die Spiele mit dem „positivistischen Teil“ ihrer Persönlichkeiten zu beginnen und auch zu Ende zu führen. Zwischendurch wird das „Aufregerchen“ offensichtlich weiterhin benötigt – man gönnt sich ja sonst nix!

Kian-Yu hingegen geht einen anderen Weg – er bevorzugt in der Spielmitte gerne mal die „Schockstarre“. Das ist besonders lustig anzuschauen, wenn Michi und Kian-Yu zusammenspielen, wie diesmal unverhofft im Mixed. Eigentlich war ja der Plan, dass Kian-Yu mit Partnerin Thuc Nguyen (LV HH) das U 19-Mixed rocken sollte. Nun denn: Taube auf dem Dach krank, Spatz in/an der Halle vorhanden und folgerichtig Start in U 15. Bis ins Finale wurde mit Kanonen auf andere Spatzen geschossen und dieses setzte sich auch im ersten Satz des Finales fort. Dann dachte sich Kian-Yu, was Brian kann, kann ich schon lange, setzte sich in die Ecke und schaltete sich ab. Notstromaggregat funktionierte auch nicht. Derweil meldete sich Michelles Teufelchen (Hey Leute: Ich will auch mitmachen…) und -schwupps- war der zweite Satz verloren. Tipp für Kian: Nicht alles, was Brian macht, ist nachahmenswert!

Der Gegner hatte zwischenzeitlich natürlich Lust an der Vorstellung bekommen und so wurde es noch ein hartes Stück Arbeit, um im 3. Satz das Spiel zu beenden. Großer Sport!
Das Jungeneinzel spielte Kian-Yu hingegen durch. Nur gab es einen kurzen Moment der Aufregung im Finale, als er im 2. Satz umknickte. Letztendlich alles halb so schlimm gewesen und das Spiel noch nach Hause gerettet. Lichtblick im Jungeneinzel war Jeremy Dessau (TSV Tempelhof-Mariendorf), der im Achtelfinale gegen den an Nr.2 gesetzten Spieler und späteren Finalisten sein bestes Spiel in dieser Saison machte und mit ihm auf Augenhöhe agierte. Zum Schluss fehlte nicht viel, um als Sieger vom Feld zu gehen.

Im Jungendoppel wäre für Niklas Kuberski (TSV Tempelhof-Mariendorf)/ Amadeus Köhler (BC Tempelhof) mehr drin gewesen, wenn sie im Viertelfinale nach gutem Spiel und gewonnenem ersten Satz nicht „fest“ geworden wären. Eine absolut unnötige Niederlage. Schade! Auch Jeremy und Zufallspartner Tarik Krukowski (LV Sachs-Anh) scheiterten im Viertelfinale mehr an sich selber als am Gegner, wobei Jeremy auch hier wieder eine ansprechende Leistung zeigte.

In der Altersklasse U 13 hingen die Trauben hoch. Das war uns vor Turnierbeginn bewusst. Somit reichte es auch nur zwei Halbfinalplatzierungen im Mädchendoppel durch Marleen Schwabe (SG EBT)/ Eva Stommel (SV Berliner Brauereien) und im Mixed durch Marleen mit ihrem Partner Luca Wiechmann aus Mecklenburg-Vorpommern. Erfreulich war jedoch, dass mehrere Viertelfinals erreicht wurden. Besonders im Mädchenbereich ist hier noch viel Luft nach oben. Unsere U 11- Spieler und auch die Neulinge Yuri Cho (SV Berliner Brauereien), Abhijeet Patil, Larissa Homann (beide SC Siemensstadt) und Harshul Arora (Berliner SC) konnten Wettkampferfahrung sammeln und sich zum Teil auch wirklich gut präsentieren.

Foto von der Siegerehrung bei der NJEM 2018

Für die Statistikinteressierten unter uns:

  • 7 Meistertitel (2017: 6)
    • HE U 19 Brian Holtschke
    • HD U 19 Holtschke/ Wagner
    • Mx U 19 Sumida/ Leber
    • JD U 17 Oei/ Stommel
    • JE U 15 Kian-Yu Oei
    • ME U 15 Dr. Jekyll & Mr. Hyde
    • Mx U 15 Oei/ Kanschik
  • 5 Vizemeisterschaften (2017: 4)
    • HE U 19 Camilo Borst
    • HD U 19 Sumida/ Munaf
    • Foto von der Siegerehrung bei der NJEM 2018

      DD U 19 Leber/ Moses (NBV)

    • JD U 17 Riha/ Bebernitz (Mecklenburg-Vorp.)
    • ME U 15 Emily Marks
  • sowie 10 dritte Plätze (2017:12) wurden erzielt zulasten von unter anderem
    • 14 Bockwürsten (davon Anton Groß: 11 – böser Anton!)
    • 13,6 mtr. Kinesiotape (Lucie war bunt wie ein Ara – Aufgabe für Helen: Bekomme heraus, was ein Ara ist)
    • 4,5 KW Strom (für die transportable Kältekammer)
    • der Freundschaft von Carla und Monja (aber glücklicherweise nur zwischenzeitlich..) aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen darüber, wie man mit frei drehenden Pubertisten umzugehen hat
    • einer dämlichen Berichtsüberschrift – ich kanns einfach nicht!

Zur DEM nach Gera fahren am 9.2.2018: Brian, Malte, Kai, Lars, Camilo, Alex, Henny, Yannick, Anton der Riha, Anton der Große, Lucie, Tomke, Michi, Emely, Emily, Kian.
Im März bei der DEM U 13 holt Marleen die Kastanien aus dem Feuer.

Alle weiteren kleinen und großen Glücksmomente sowie Katastrophen des vergangenen Wochenendes entnimmt die geneigte Leserschaft den Spielergebnissen, die unter
https://www.turnier.de/sport/draws.aspx?id=D4025033-1C6B-469B-A8B7-0C09A9CF1A10 zu finden sind.

Mein besonderer Dank gilt dem Trainerteam Andi Kämmer (der diesmal alle Finalspiele coachen durfte, nachdem wir ihn im letzten Jahr so stiefmütterlich behandelt hatten), Monja Bölter und Carla Strauss, die hierzu vorbereitend hervorragende Arbeit geleistet haben sowie unserem ruhenden Pol und Oberchef Robert Mauer, der u.a. auf den Sitzungen durch pure Präsens die Vertreter der anderen LV in Angst und Schrecken versetzt hat. Auch unser Physio Florian Baake hat mit Sicherheit dazu beigetragen, dass das Wochenende für uns erfolgreich verlief und dass Henny zukünftig ein etwas entspannteres Verhältnis zu ihren eigenen Füssen besitzen wird. Hat Spaß gemacht mit euch Allen!

Last not least- interessiert wahrscheinlich keinen – muss ich aber loswerden:
Ich bin auch heuer (Helen: Hä?) nicht von Michelle zum Trainer des Jahres gewählt worden. Dieses Mal hat Physio-Flo den Preis bekommen u.a. wahrscheinlich auch deshalb, weil Michi immer noch nicht so ganz verstanden hat, welche Funktion Flo in unserem Team innehat.