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18. September 2018
Wettkampfhalle der Senior Championchips - Foto: Knauf
BVBB bei den Senior Championchips in Spanien
26. September 2018

Augsburg Masters – Berlin rockt die Halle

Auf großer Fahrt!

Ein Bericht von Carla Strauß

Letzten Freitag machten sich Sage und Schreibe 15 Berlin-Brandenburger Athleten auf dem Weg zu Augsburg Masters U11 und U13 Turnier.

Ein so weite Reise versprach von vornherein viele spannende Momente, auch neben dem Feld. Alle Athleten mussten mit viel Selbstverantwortung und einem Blick für das Team glänzen.

Und dem war auch so. Zug-, Tram- oder Busfahren war völlig problemlos und so waren zum Turnierstart am Samstag alle rechtzeitig und motiviert in der Halle.

Pele Patzek (SC Siemensstadt) sorgte mit seinem ersten Einzel gegen den an 1. Gesetzen Marco Nickel fast für eine Überraschung. Erst im 5. Satz hatte Pele das Nachsehen erreichte aber trotzdem die Hauptrunde. Auch Mattis Zimmermann überzeugte (Pro Sport 24) mit einem schweren Gruppenlos mit starken kämpferischen Leistungen.

Die anderen U13er Jungs mussten sich leider gegenseitig in der Hauptrunde das Leben schwermachen. Aulia Tinellung und Hans Huß (beide SV Berliner Brauereien) hatte im 16tel Finale und Halbfinale gegen Yuri Cho (SV SV Berliner Brauereien) und Aditya Patil (SC Siemensstadt) das Nachsehen. Yuri wurde es im Viertelfinale von Konrad Rötzer in schwer umkämpften 5 Sätzen gestoppt. Aditya gab auf seinem beeindruckenden Weg ins Finale nur einen Satz (von 16 gespielten) ab. Am Sonntag früh spielten die Beine im Finale allerdings nicht wirklich mit. Aber der zweite Platz kann sich wirklich sehen lassen.

Die U11er Jungs spielten ein ähnlich erfolgreiches Turnier. Yuzhou Shi (SC Siemensstadt) konnte sich leider nicht aus der Gruppe kämpfen, gab in seinen Spielen aber nie auf. Milan Zeisig (SV Berliner Brauereien) spielte sich als erstjähriger U11 bis ins Viertelfinale. Für Milan ein großer Erfolg, da zum ersten Milan durchweg konzentriert spielte und zum zweiten das Turnier durchaus gut besetzt war. Auch sehr souverän spielte sich Dominik Lopez de la Cruz (Berliner SC) ins Halbfinale der U11 Konkurrenz. Dort versagten in einem langen Spiel nach einem langen Samstag allerdings die Nerven und Dominik fand sich auf dem 3. Platz wieder. Bei den U11er Mädchen gingen Lea Glaschke (BG Neukölln) und Laira Röhl (SV Berliner Brauereien) an den Start. Beide wurden in ihrer Gruppe schon vor große Aufgaben gestellt. Beide konnten sich gegen Spielerinnen mit hohen Setzplätzen, mit lautstarker Unterstützung aller anderen Berliner Spieler, durchsetzen. Im Viertelfinale hatten beide allerdings gegen die spätere Gewinnerin und Drittplatzierte das Nachsehen.

Auch alle U13er Mädchen zeigten ihr Können und auch großen Willen. Meline Zeisig (SV Berliner Brauereien), Mia Schlosser (SG EBT) und Sophia Lehmann (BC Fortuna Blankenfelde) überstanden alle die Gruppenphase. Jeder konnte dabei technische Fortschritte und mentale Fortschritte zeigen. Um jeden Punkt wurde gekämpft, niemals aufgegeben. Auch wenn Merit Opgen-Rhein es nicht aus der Gruppe schaffte, gelten alle diese Fortschritte auch für sie. In einer schweren Gruppe gab Merit niemals auf und gab sich nie mit nur 3 Sätzen zufrieden.

Für Eva Stommel (SV Berliner Brauereien) sollte das Wochenende durchgängig sehr erfolgreich werden. Sehr eigenständig und nie aus der Ruhe zu bringen, spielte Eva sich ins Finale. Dort traf sie zum zweiten Mal auf Ida Scharsitzke. Ging das Gruppenspiel noch über die gesamte Länge, besann Eva sich nach einem verlorenen Satz doch wieder darauf, dass sie eigentlich alles kann was es hier für einen Turniersieg bedarf und machte den Sack zu. Und ganz nebenbei nahm Eva auch noch die Rolle einer Co-Trainerin ein und begleitete ihre jüngeren Kolleginnen durch das Turnier.

So dann, durften sich alle im Doppel ein zweites Mal in den Kampf werfen. Lea und Laira bekamen es in der Gruppenphase wieder mit ihren Gegnern vom Vortag zu tun, nur diesmal halt im Doppelpack. Sie machten es ihren Gegnern auf keinen Fall leicht, konnten leider aber für keine Überraschung sorgen. Yuzhou mussten mit seinem zugelosten Doppelpartner auch schon in der Gruppenphase die Segel streichen. Die Kollegen aus Berlin, Dominik und Milan, verhinderten ein Weiterkommen. Dominik und Milan hatten einen steinigen Weg ins Finale. Trotz mehrerer Rückstände gelang es beiden immer wieder ins Spiel zurück zu finden. Umso überraschender, dass im Finale die Nerven einfach zerbrachen und man den Gegnern den Vortritt auf das oberste Treppchen lassen musste. Bei den U13er schafften am Sonntag alle Jungs den Sprung ins Hauptfeld. Hans und Robin Wilewald  (Niedersachsen) wurden im Achtelfinale von den späteren Finalteilnehmern Vin Assmus und Tebbe Monsees gestoppt. Auch Aditya und Aulia hatten im Viertelfinale gegen die beiden das Nachsehen. Nach 0:2 Rückstand gelang den beiden eine beachtliche Aufholjagd. Im letzten Satz stellten die Gegner allerdings ihre Taktik komplett um und die beiden fanden zu keiner Lösung für dieses Problem. Für Pele und Mattis war indes auch wieder ein Kampftag angesagt. Nach 16 Sätzen (in 4 Spielen) und 6 verlängerten Sätzen schieden die beiden im Viertelfinale aus. Hervorragende kämpferische Leistung, kein Punkt wurde zu früh aufgegeben. Yuri und Kevin Graeve (Niedersachsen) erreichten das Halbfinale und mussten sich dort, auch wieder sehr knapp, den späteren Turniersiegern Nils Hahn und Konrad Rötzer geschlagen geben.

Die Mädels hatten es etwas schwerer. Für Mia und Meline und für Merit und Sophia führte kein Weg aus der Gruppe. Zu gut waren die Gegner sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Aber auch hier überzeugten die Berlin-Brandenburger wieder mit unbedingtem Willen. Kein Spiel wurde unter 4 Sätzen abgegeben. Eva und Aurelia (Bayern) waren am Ende des Tages, fast auch zeitlich, im Finale wieder zu finden. Kaum Patzer bis hierhin. Die anderen beiden ein Jahr älter und gefühlt zwei Köpfe größer, kämpften die beiden sich immer besser ins Spiel, bis sie nach 0:2 Rückstand den dritten Satz für sich entschieden um im Spiel zu bleiben. Leider konnten die beiden ihre Linie aber nicht weiter umsetzen und mussten sich mit Silber zufriedengeben.

Kaum den letzten Ball gespielt, waren alle schon unterwegs – man musste schließlich einen Zug erreichen.

Was bleibt zu sagen:

  • Als Trainer bekommt man auf solchen Turnieren kaum mit, dass die Erde sich dreht
  • Erstaunlich wie groß die „Kleinen“ doch schon sind
  • Immer einen Wecker mehr stellen!
  • Ein Zettel und ein einzelner Stift kann für 15 Leute Unterhaltung im Zug bieten