
Die Norddeutsche Meisterschaft O35 2026 in Bildern
17. April 2026Beim „Czech Para Badminton International 2026“ in Prag (14.–19. April) hat der Berliner Para Badminton Spieler Andre Bartsch (Startklasse SU5) ein beeindruckendes internationales Debüt gefeiert. Der Athlet, der für den Sportverein Dresdenia e.V. startet und dem Badminton-Verband Berlin-Brandenburg angehört, blieb an seinem ersten Wettkampftag ungeschlagen und setzte damit ein starkes Ausrufezeichen auf internationaler Bühne.
Gleich in seinem ersten Spiel im Herreneinzel ließ Bartsch nichts anbrennen. Gegen den Tschechen Martin Válek dominierte er das Geschehen klar und gewann souverän mit 21:11 und 21:12. Mit präzisem Spielaufbau, konsequentem Angriff und sicherem Stellungsspiel zeigte er von Beginn an, dass er auch auf internationalem Niveau bestehen kann.
Am Nachmittag folgte dann der nächste Erfolg: Im Herrendoppel trat Bartsch gemeinsam mit dem Schweizer Maurin Stübi an. Gegen ein starkes französisches Duo entwickelte sich ein enges und intensives Match, das Bartsch und Stübischließlich knapp für sich entscheiden konnten. Beide Spieler sind Linkshänder – eine eher ungewöhnliche Konstellation im Doppel, die noch Abstimmung erfordert, aber gleichzeitig großes Potenzial erkennen lässt.
Neben den sportlichen Erfolgen von Bartsch zeigte sich auch das deutsche Team insgesamt in guter Verfassung. Mit 14 Athletinnen und Athleten ist Deutschland in Prag vertreten und konnte am ersten Wettkampftag 9 von 17 Spielen gewinnen. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft wird als durchweg positiv beschrieben.
Für besondere Spannung sorgte das Herrendoppel im Rollstuhl: Sigmund Mainka spielte gemeinsam mit seinem tschechischen Partner Miloš Bauer ein spektakuläres Match. Nach einer anfänglichen 7:0-Führung mussten sie ihre Gegner noch einmal herankommen lassen, behielten jedoch die Nerven und entschieden einen hochdramatischen Satz mit 30:28 für sich. Am Ende stand ein Sieg in zwei Sätzen – eines der Highlights des Tages.
Weniger erfreulich verlief das Turnier für zwei neue Spielerinnen im deutschen Team. Darunter auch Sylvia Mende aus Brandenburg, die trotz ihrer körperlichen Einschränkungen nicht für den Para Sport klassifiziert werden konnte und somit nicht am Wettbewerb teilnehmen darf.
Die Rahmenbedingungen in Prag tragen zusätzlich zur positiven Gesamtstimmung bei. Das Turnier ist gut organisiert und stark besetzt. Besonders angenehm für die Teilnehmenden ist die unmittelbare Nähe zwischen Hotel und Halle – ein Fußweg von weniger als fünf Minuten erleichtert den Ablauf erheblich. Bereits am Vortag konnten sich die deutschen Spielerinnen und Spieler bei einem Einspieltraining um 8 Uhr morgens optimal vorbereiten und im Anschluss die Stadt Prag erkunden.
Mit seinem perfekten Auftakt hat Andre Bartsch nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch wichtige internationale Erfahrung gesammelt. Sein erfolgreicher Einstand lässt auf weitere starke Leistungen im Turnierverlauf und darüber hinaus hoffen.
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Fotografie
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