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20. Mai 2019

Erfolgreiches Wochenende am Bodensee

Ein Bericht des Landestrainers Berlin Kay Witt vom BEC U 17- Turnier in Lauterach/Österreich (9.-12.5.2019)

Ein fast schon gewohntes Bild bei der Siegerehrung auf BEC- Turnieren: Irgendwo schummelt sich Kian-Yu Oei (SV Berliner Brauereien) immer ins Bild. Diesmal gleich zweimal bei den Austrian-International U 17. Aber auch Michelle Kanschik (BC Potsdam) und Eva Stommel (SV Berliner Brauereien) fühlten sich auf dem Treppchen wohl.

Kian: zwischen den Ballwechseln immer noch Zeit für einen kleinen Schuhplattler

Obwohl Kian an diesem Wochenende sicherlich nicht sein bestes Badminton spielte, gelang es ihm, im Jungeneinzel das Finale zu erreichen. Nicht zuletzt aufgrund seiner Physis (die Gegner machen in der Regel spätestens Mitte des zweiten Satzes schlapp) schaltete er bis dahin die spielstarke Konkurrenz aus Dänemark, England und Spanien aus. Im Finale dann das gleiche Bild: Gegen den BEC-Ranglistenersten Jan Janostik (Tschechien) ein hochklassiger, äußerst intensiver erster Satz mit dem besseren Ende (21:19) für Kian. Mitte des zweiten Satzes komfortable Führung für Kian, Gegner zunehmend müde und frustriert und dann der Bruch: Der Tscheche, am Ende seiner Kräfte, spielt plötzlich „Alles oder nichts“. Aus irgendeinem Grund behält „Alles“ die Oberhand und ihm gelingt es mit der Spielidee „Von hinten immer feste druff und vorne so gemein wie möglich“, Kian den Satz noch zu klauen. Die Pause verbringt der Gegner am Boden und Kian mit „sich ärgern“. Dritter Satz entwickelt sich leider zu Ungunsten von Kian, da der Gegner – obwohl immer kaputter werdend – alles trifft und sich nicht von Kian in lange Ballwechsel verwickeln lässt. Am Ende ein verdienter Sieg des Tschechen aufgrund seiner bewiesenen Moral und seiner Risikobereitschaft: Kian traurig vom Feld, Gegner glücklich platt lang hingestreckt auf dem Feld.

Zuvor erreichten Kian und Michi das Halbfinale im Mixed, wobei Michi ein wenig die „Wundertüte“ war. Im Achtelfinale noch ein Mantel des Schweigens über die Leistung von ihr, aber dann im Viertelfinale drehte Michi voll auf, und somit ließen beide dem besten spanischen Mixed keine Chance. Im Halbfinale dann das russische Top-Mixed (letztjährige Europameister U 15) als Gegner. Kurz und bündig: Diese waren eine Klasse besser.. Besonders die Abwehrfähigkeiten der Russen war beeindruckend. Während Michi in den Runden zuvor mit ihren Schmetterschlägen die Gegner zur Verzweiflung trieb beziehungsweise Kian-Yu im Vorderfeld Glücksgefühle (Peng!) bescherte, wandelten die Russen den „Michidruck“ sofort in Gegendruck um, und das fand Michi ganz blöd, nicht zuletzt weil sie dann im Hinterfeld gescheucht wurde und ihr somit viele tiefe Treffpunkte auferzwungen wurden. Im Doppel mit Zufallspartnerin Antonia Schaller (LV Bayern) ereilte sie ein Erstrundenaus trotz teilweise guten Spiels. Allerdings waren die dänischen Gegner-innen, die sich bis ins Finale spielten, aus hochklassig. Auslosungspech!

Gleichzeitig mit dem U 17- Turnier wurde ein internationales Turnier in den Altersklassen U 11-15 ausgetragen, bei dem auch eine kleine deutsche Auswahl unter Leitung des Bundestrainers an den Start ging. Teil des Teams war Eva Stommel, die als leistungsstärkste deutsche U 13-Spielerin erste internationale Wettkampferfahrung in der Altersklasse U 15 sammeln sollte. Das gelang ihr auf Anhieb überzeugend. Im Mädchen-einzel erreichte sie das Halbfinale, in dem sie jedoch die spielerische Überlegenheit ihrer zwei Jahre älteren tschechischen Gegnerin anerkennen musste. Die Tschechin gewann dann auch überlegen das Finale. Im Mixed und im Mädchendoppel langte es für Eva zu Viertelfinaleinzügen mit Rafe Brach (LV NRW) und Mara Hafner (LV Saarland), die ebenfalls noch für die Altersklasse U 13 startberechtigt sind. 

Folklore/ Wissenschaftliches:

Neues von Michi 1: Aufgrund der wissenschaftlichen Betreuung vor Ort durch die Uni Wernigerode  (Außenstelle Humboldt-Universität Berlin) wurde statistisch zweifelsfrei erwiesen, dass Michi im Mixed bis einschließlich Halbfinale 84 Smashbälle (Quote: 42 Prozent) direkt versenkt und weitere 89 Smashbälle (Quote: 44,5 Prozent) so gespielt hatte, dass Kian danach den direkten Punktgewinn erzielte. Im Finale gelang ihr dann nur noch ein direkter Punktgewinn, der allerdings sogar mit einer Art Rückhand-Smash erzielt werden konnte. Diese beeindruckende Szene konnte unser Video-Analyst (ausgeliehen vom Bundesstützpunkt Skilaufen Klingenthal/ Erzgebirge) auf die Leinwand bannen. Der Leser/ die Leserin möge hierzu bitte die nachfolgende Videosequenz bestaunen…

Michi revolutioniert Aufwärmprogramm unmittelbar vor dem Wettkampf

 

Neues von Michi 2: Michi ist bundesweit die erste Badmintonspielerin, die ihr Aufwärmprogramm unmittelbar vor dem Wettkampf nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen (hier standen weder die Uni Wernigerode noch der BSP Skilanglauf Klingenthal Pate) mit Erfolg und verletzungsfrei durchgeführt hatte. Wesentlicher Bestandteil ist der Focus auf die Fingerkoordination (mehr wird hier an dieser Stelle nicht verraten). Leider gibt es hier aus Geheimhaltungsgründen kein Video- sondern nur Fotomaterial.

Neues von der Bundesbahn:  ..wurde vermisst. Insbesondere auf der Rückfahrt bei einer ca. einstündigen Autobahnsperrung

 

Turnierergebnisse BEC U 17 Austrian-International unter:   

https://bwf.tournamentsoftware.com/sport/acceptancelist.aspx?id=7A8B981D-C4EF-461A-9677-E119168DC06B

Turnierergebnisse U 15 Hofsteig-International unter:

http://obv.tournamentsoftware.com/sport/matches.aspx?id=FE39B665-422F-4283-A0ED-60EDAE56B855

Aktuelle Ranglisten unter:

..und nicht zuletzt: Wer mir zuerst eine richtige Antwort darüber gibt, wie viele Schmetterbälle insgesamt Michi gespielt hat, gewinnt eine Dose meiner Lieblingslakritze. Lohnt sich wirklich!

Einfach Email mit Euren Namen an lakritze@bvbb-online.de